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Day tour with the special German recommendation

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https://leavingmyharbor.com/2018/05/26/von-ho-chi-minh-city-nach-hoi-an/

Da Lat

Um Mitternacht nahm ich den Sleeper Bus nach Da Lat, der anders als angekündigt, schon um 5 Uhr morgens, anstatt um 7 Uhr ankam. Zum Glück war die Rezeption meines Hotels 24 Stunden besetzt. Man gab mir bis mittags ein anderes Zimmer, ohne Mehrkosten, damit ich noch ein paar Stunden schlafen konnte. Dann wurde mir mein Zimmer übergeben.

Am Nachmittag fuhr ich mit dem Taxi zur Cable Car Station Robin Hill, um von dort mit der Seilbahn 2,4 Kilometer über Pinienwälder zur Truc Lam Pagoda zu fahren.

Um die Pagoda herum gab viele kleinere Tempel und Gärten. Über einen kleinen Pfad kann man hinunter zum Fluss Tuyen Lam laufen. Hier kann man Bootstouren buchen oder Tretboote ausleihen, oder einfach nur die entspannte Atmosphäre des Sees genießen, wie ich es tat.

Für den zweiten Tag in Da Lat hatte ich eine Easy Rider Tour gebucht. Diese sind in Vietnam sehr beliebt. Man kann optional als Beifahrer mit dem Guide auf einem Motorbike fahren, oder selbst eines lenken. Easy Rider Touren werden als Tages-Touren angeboten, können aber auch mehrere Tage oder sogar Wochen lang sein, wenn man das ganze Land per Motorbike und Guide erkunden möchte. Ich hatte auf einem Reiseblogg von einer Easy Rider Tour gelesen. Die Bloggerin schwärmte sehr von der Tour mit dem Anbieter Ocean Easy Rider und so buchte ich über Facebook meine Tages-Tour. Ich hatte bisher nur gute Erfahrungen mit Empfehlungen auf Reisebloggs gemacht und wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Ocean, mit vietnamesischen Namen Hai, holte mich morgen um 8.30 Uhr am Hotel ab.

Wir fuhren zuerst zu einer Anhöhe, von der aus ich über das Tal und die vielen Gemüseplantagen blicken konnte.

 

Danach besuchten wir Blumenplantagen. Hier fand ich überraschenderweise hauptsächlich Blumenarten aus der Heimat, wie Gerbera und Rosen. Früher wuchsen die Blumen frei auf den Feldern. Der Blick über diese muss wunderschön gewesen sein. Dann kam ein Holländer nach Vietnam und hat die Blumenproduktion optimiert. Jetzt wachsen alle Blumen in Gewächshäusern. Das war nicht mehr so schön anzusehen, dafür produzieren die Vietnamesen nun ein Vielfaches mehr an Blumen und verdienen entsprechend mehr. Sie verkaufen sie nicht nur in Vietnam, sondern auch in die Nachbarländer Kambodscha und Laos. Die wichtigsten Feiertage für die vietnamesischen Blumenzüchter sind der Valentinstag und der Women´s Day, der hier scheinbar intensiver zelebriert wird. Außerdem gibt es alle zwei Jahre im Dezember ein Flower Festival in Da Lat, in dem die ganze Stadt mit Blumen geschmückt wird.

Von der Blumenfarm sind wir zu einer kleinen Reisnudelfabrik gefahren, in der ich sehen konnte, wie Reisnudeln hergestellt werden. Eine kleine Kostprobe habe ich auch bekommen.

Bei dem Besuch einer Seidenfabrik erklärte mir Hai den Prozess der Herstellung von Seide. Die Frauen stehen oder sitzen hier acht Stunden am Tag an den Maschinen.

Anschließend haben wir eine kleine Kaffee Farm besucht. Dort durfte ich wieder einmal Reiswein probieren, dieses Mal zum Glück ohne Schlange. Dann wurde ich in einen Raum geführt, wo mehrere Käfige mit Wieseln standen. Weasel Coffee ist eine Spezialität in Vietnam. Wiesel fressen die Kaffeekirschen und scheiden die Kaffebohnen wieder aus. Diese werden gesammelt, gereinigt und geröstet. Aufgrund der Fermentation im Darm der Tiere verändern sich die Geschmackseigenschaften der Kaffeebohnen und die Bitterstoffe werden entzogen. Der Wieselkaffee ist deutlich teurer als der „normale“ Kaffee. Während eine Tasse herkömmlichen Kaffees 25.000 Dong (0,94 €) kostet, bezahlt man für den Wieselkaffee 60.000 Dong.

Als wir anschließend zum Elefanten-Wasserfall fuhren, fing es an zu regnen. Im leichten Sprühwegen kletterten wir ein paar Felsen bis zum Aussichtspunkt und wieder zurück. Nachdem ich vor dem Iguazu Wasserfällen in Brasilien/ Argentinien stand, konnte mich dieser kleine Wasserfall wenig beeindrucken. Er soll aber einer der meist besuchten Wasserfälle der Region sein.

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Von hier sind wir weiter zur Linh An Pagoda gefahren. Neben dieser wirklich schönen Pagode befindet sich ein kleiner Park, in dem eine riesige, lächelnde Buddha-Figur, der Happy Buddha, steht.

Nach so vielen Eindrücken wurde es Zeit für eine Pause. Wir kehrten in einem kleinen Restaurant zum Mittagessen ein. Danach fuhren noch zur einer riesigen Kaffeefarm, die wir eigentlich schon am Vormittag besuchen wollten. Da sie aber so überfüllt war, fuhren wir zu einer anderen und schoben diesen Programmpunkt auf den Nachmittag. Das ist der Vorteil an einer privaten Easy Rider Tour. Hai hat die Tour so aufgestellt, dass wir den Touristenströmen auswichen. Und wenn wir doch auf sie trafen, hat er spontan das Programm geändert. Jetzt am Nachmittag hatten wir die weitläufigen Terrassen der Kaffeefarm fast für uns allein. Von hier aus konnten wir weit über die Kaffeefelder und die umliegenden Landschaften blicken.

Letzte Station unseres Ausfluges war ein kleines Dorf, in der eine religiöse Minderheit lebt. Da es weiterhin regnete, fiel unser Stopp hier so kurz aus.
Die letzten Kilometer zurück nach Da Lat verliefen glücklicherweise trocken.

Für mich war die Easy Rider Tour die perfekte Möglichkeit, um die Umgebung von Da Lat zu erkunden. Hai sprach sehr gut Englisch hat mir zu jedem Ort sehr viele Infos geben können. So habe ich dieser Tour auch einiges über die vietnamesische (Essens-) Kultur gelernt.

Am Abend besuchte ich noch die Maze Bar. Es is sehr schwer, diesen Ort mit Worten zu beschreiben. Er ist ein riesiges Labyrinth mit verwinkelten Räumen, in denen Sitzgelegenheiten versteckt sind. Die Treppengeländer, einige Sitzgelegenheiten und die Decken sind aus alten, knorrigen Ästen. In den größeren Räumen stehen Tische mit bunt durcheinander gewürfelten Deko-Elementen. Vasen, Geschirr, Figuren, Masken. Man könnte sich wahrscheinlich Stunden hier aufhalten und würde immer wieder etwas Neues entdecken. Da hier eher Besucher durch die Räume wandern, kommt kein wirkliches Bar-Feeling auf und so lädt dieser Ort nicht zum Verweilen ein.

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